Kulturanker
Herford und Lippische Kunststiftung Wolfgang Heinrich fördern junge
Künstlerinnen und Künstler aus der Ukraine
Das DRK hat im Mehrgenerationenhaus "Alte Schule Ottelau" in Herford eine
Beratungsstelle für geflüchtete Personen eingerichtet.
Für
Kinder, die mit ihren Müttern oder Vätern aus der Ukraine geflohen sind, ist
ein „Malkurs“ etabliert worden. Wöchentlich werden die Kinder von einem
ukrainischen Kunstprofessor, der mit seiner Frau auch geflohen ist,
unterrichtet. Die Kinder kommen aus dem ganzen Kreis Herford. Sehr aufmerksam
folgen sie den Ratschlägen des Lehrers und so entstehen sehenswerte Gemälde.
Den Kindern macht diese Arbeit sehr viel Spaß. So sind schon sehr viele sehenswerte
Arbeiten entstanden.
Die Kinder kommen aus verschiedenen Schulen im Kreisgebiet, sie tauschen sie
aus und bilden neue Freundschaften.
Die
Kinder werden von ihren Müttern zum Malen gebracht, sie bleiben bis zum Ende
des Kurses im Mehrgenerationenhaus. Inzwischen haben wir uns mit ihnen
angefreundet, beantworten ihre Fragen oder helfen, soweit wir es können.
Wir haben bereits zwei gemeinsame Essen veranstaltet. Zuerst gab es original
ukrainische Gerichte, die die Mütter zubereiteten, dann im Winter westfälischen
Grünkohl, wie er in Herford gegessen wird. Jedes Mal waren alle begeistert und
sagten, dass solche Aktionen auf jeden Fall weiter stattfinden sollten.
Kulturanker
Herford und Lippische Kunststiftung Wolfgang Heinrich fördern gemeinsam dieses
Projekt, denn es war der Wunsch des verstorbenen Künstlers Wolfgang Heinrich,
dass die Stiftung junge Künstler fördern soll.
Zum ersten Mal wurden die Kinderwerke ab dem 8. 4. 2024 im Elsbachhaus
präsentiert. Die Besucher waren erstaunt über die Qualität der Arbeiten.
Die
Kinder folgen den Anweisungen des Professors und arbeiten
konzentriert.
Gruppenfoto bei der Vernissage im Elsbachhaus
P
Seit
dem 28.10.24 sind die die Werke der Kinder nun im Rathaus in Kirchlengern
zu bewundern. Bürgermeister R. Meier ließ sich von den Kindern durch die
Ausstellung führen. Stolz erklärten sie ihm ihre Kunstwerke.



Im
März 25 zeigte das Museum Bünde viele Arbeiten der Kinder, doch auch Werke von
Prof. M. Sopilniak waren zu betrachten. Sehr großen Anklang fand ein Workshop,
wo der Kunstprofessor interessierte Bürger in einige Maltechniken einwies.
Viele von ihnen waren so begeistert, dass ab Juni 2025 zwei Folgekurse
eingerichtet wurden. Hier einige Bilder von Prof. Sopilniak und dem
Workshop.




Vom
1. 7. 25 bis zum 25.7. 25 stellt Prof. M. Sopilniak seine Bilder
im Kreishaus Herford aus. Die Vernissage findet am 1.7. um 17 Uhr statt.
Dazu laden wir ganz herzlich ein.


Am
9. Juli fand der Malkurs im Mehrgenerationen zum letzten Mal vor den
Sommerferien statt. Statt Malen stand dieses Mal "Würstchen grillen"
auf dem Programm. Über 20 Personen ( Kinder und
ihre Eltern ) waren gekommen. Bei Bratwürstchen und mitgebrachten Salaten klang
das Malschuljahr
aus.
Prof.
M. Sopilniak erkrankte leider während der Sommerferien so sehr, dass er seine
Kurse nicht mehr weiterführen konnte. Eine Künstlerin des Kulturankers führte
den Kurs bis zu den Sommerferien 2026.
Im September 2026 verstarb der Professor. Wir alle sind sehr traurig.